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Deutsches Hopfenmuseum
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Wolfgang Bauer

Februar/März 2014

Wolfgang Bauer

Bilder im Grenzbereich von Fotografie und Malerei

Im ausgehenden 19. Jahrhundert, einige Jahre nach der Erfindung der Fotografie (1839), entstand der Pictorialismus, eine kunstfotografische Stilrichtung, die ihre Blütezeit um die Jahrhundertwende hatte und sich als vollwertiges künstlerisches Ausdrucksmittel besonderes als Konkurrenz zur Malerei der damaligen Zeit verstand. Einer der grundlegenden Theoretiker des Pictorialismus, Henry Peach Robinson, sah in ihr eine Weiterentwicklung der Bildenden Künste. In seinen Schriften (1869) setzte er bei der Künstlerischen Fotografie auf malerische Prinzipien, auf eine vollkommene Komposition und auf die Anwendung von ästhetischen Kriterien, wie sie auch für die Malerei gelten. Fotografische Bilder können nicht nur eine naturgetreue Abbildung der Realität wiedergeben, sondern hätten auch das Potenzial, der "Imagination des Künstlers" Ausdruck zu verleihen.

Die heutigen technischen Möglichkeiten der Digitalen Fotografie bieten dem Künstler Wolfgang Bauer erweiterte Gestaltungs- und Ausdrucksmittel, wie sie zur Zeit H. P. Robinsons nicht ansatzweise bestanden. Gerade durch die Digitalisierung des gesamten fotografischen Prozesses eröffnen sich dem Künstler neuartige und sehr vielfältige Möglichkeiten in einer malerischen Ausdrucksweise ähnlich wie zur Zeit des Pictorialismus. Diese Art des künstlerischen Schaffens, den Pictorialismus, will Wolfgang Bauer wieder aufleben lassen, an seine Geschichte anknüpfen und ihn gleichzeitig neu beleben. In diesem Neo-Pictorialismus, wie er ihn gerne bezeichnet, spiegeln sich die Geschichte und die neuen digitalen Möglichkeiten unserer Zeit wider. Die Kamera mutiert zum modalen "Pinsel des Malers", und der Künstler kann seine bildnerischen Vorstellungen mit diesem Werkzeug unter neuen Bedingungen realisieren. Eine Nachbearbeitung der Bilder findet nur äusserst selten statt. Entscheidend und wesentlich sind ihm die formalen und ästhetischen Gestaltungselemente, so wie sie in der traditionellen Malerei zu finden sind.

In seiner zweiten Einzel-Ausstellung, in der Galerie des Deutschen Hopfenmuseums, zeigt Wolfgang Bauer zum Teil grossformatige Bilder, die einen sehr eigenen, aussergewöhnlichen Reiz ausüben. Sind es Gemälde oder sind es Fotografien fragt sich der Besucher beim Betrachten der Bilder. Diese verschwommenen, unscharfen Bilder lenken die Aufmerksamkeit, den Fokus auf das Wesentliche und abstrahieren das Wichtige vom Unwichtigen. Sie erzeugen eine nicht exakt wahrnehmbare Atmosphäre, lösen beim Besucher Gefühle und Empfindungen aus, da die diffusen Andeutungen und „Leerstellen“ der Bilder durch Erinnerungen aus dem Gedächtnis des Betrachters ergänzt werden können.

Wolfgang Bauer, geb.1942. Studierter Pädagoge mit Schwerpunkt Kunsterziehung, Studium der Medienpädagogik und Kunstgeschichte an der LMU München, Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Medienreferent am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, München, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien (LAG) e.V. Fotografiert seit seiner frühesten Jugend und malt. Studienaufenthalte am Agfa-Gevaert Technikum München, der Europäischen Kunstakademie in Trier bei Prof. Harald Mante, Jörg Oetken, Marcel Köhler, Claus Bach, Prof. Dipl.-Des. Götz Greiner, Workshops bei den Malern Markus
Tepe, Prof. Josef Walch, Gaby Roter und Andrea Stahl.

Diverse Ausstellungen in Trier, Wittenberg, Frauenau, Geiselhöring, Landsberg und München.

Kontakt: Wolfgang Bauer, Am Klostergarten 12, 86899 Landsberg am Lech,
Tel. 08191- 4011101, info@unscharfe-fotos.de, www.unscharfe-fotos.de