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Karl-Heinz Kappl

April 2015

Karl-Heinz Kappl

Konkret +

Es gibt Tiefenschichtungen, die er durch unterschiedliche Farbigkeit, die wiederum mit der Technik der Grattage entsteht, erreicht. So experimentiert Karl Heinz Kappl mit Farben, verwirrenden Mustern, malerischen Turbulenzen und geometrischen Formen im Raum der Bilder zwischen der zweiten und dritten Dimension. Anders als bei Frank Stellas „Shaped Canvases“, die aus dem Bildgeviert des traditionellen Tafelbildes ausbrechen, geht Karl Heinz Kappl in einer Reihe kleinformatiger Bilder einen Schritt weiter und fügt der zwei-dimensionalen Malfläche die dritte Dimension hinzu, so dass sich der Bildträger aus der Fläche in den Raum erhebt.

„Unsere menschliche Wahrnehmung ist bestimmt von der Wechselwirkung zwischen der Struktur des Reizes und dem Streben nach größter Einfachheit im Gehirnfeld“ (Rudolf Arnheim: „Kunst und Sehen“. Walter de Gruyer & Co. Berlin 1965, S. 44). Dabei spielt der Wechsel zwischen „Figur und Grund“ im Wahrnehmungsprozess beim Betrachten der Bilder im Werk von Karl Heinz Kappl eine entscheidende Rolle. Er fasst Einheiten durch Ähnlichkeit der Farbe, der Form und der Größe oder der Richtung zu Kompositionen zusammen, die rhythmisch die Bildfläche gestalten. Bei einigen Bildern wird durch eine Schrägstellung noch eine zusätzliche dynamische Wirkung hervorgebracht.

So zwingen uns die Bilder dazu, bewusst und konzentriert zu schauen. „Sehen“ aber, schreibt Rudolf Arnheim, ist „Erfassen des Wesentlichen“. So entsteht das Kunstwerk im Akt des Betrachtens und durch den Betrachter. (Walter Mayer)