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Deutsches Hopfenmuseum
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Christoph Straßer

Christoph Straßer

Hopfenland Schwarz auf Weiß

Die Holledau ist eine Landschaft von besonderem, eigentümlichem Reiz. Obwohl in weiten Bereichen eine landwirtschaftlich geprägte Monokultur, ist sie keineswegs monoton anzuschauen. In hohem Maße vom Menschen gezähmt und geordnet, entfaltet sie einen strengen, grafisch anmutenden Ausdruck, der einem in ähnlicher Weise z.B. auch in der Toskana begegnet. Diese strenge Grafik wird im Winter, bei entsprechender Schneelage, besonders deutlich. Dann ergänzen und kreuzen sich die dunklen Linien der Hopfenstangen und das Gespinst der Drähte mit den schwarz-weißen Bändern der Pflanzfurchen und bringen immer neue Muster und Bilder hervor.
Wesentliche Voraussetzung für das Erleben dieser Strukturen ist das hügelige Gelände, das den etwas distanzierten Blick aus der Vogelschau auf die Hänge und in die Mulden gestattet.

Diesen Details mit der Fotokamera nachzuspüren, begann ich seit Ende der 1990er Jahre bei meinen Wochenendheimfahrten von Regensburg nach Ebersberg, die mich durch diese Gegend führten. Das Thema verdichtete sich und faszinierte mich in den folgenden Jahren verstärkt. Die vorerst letzten Aufnahmen dieser Serie entstanden im Februar 2010.

Das Thema lässt sich in Schwarz-Weiß besser abbilden als in Farbe:
Die Farbe hat in dieser winterlichen Szenerie, die vom Hell und Dunkel lebt, von harten Kontrasten, aber auch diffus verlaufenden Zwischentönen, nur wenig Bedeutung.
Beim Fotografieren verwendete ich hauptsächlich leichte oder mittlere Teleobjektive mit Brennweiten von 90 und 180 mm, aber gelegentlich auch gemäßigte Weitwinkelobjektive an der klassischen Kleinbildkamera (Leica R, manchmal auch Leica MP). Die auf unterschiedliche Filme belichteten Aufnahmen wurden eingescant und am Computer geringfügig und zurückhaltend nachbearbeitet. Diese Serie wird nun erstmals hier im Deutschen Hopfenmuseum öffentlich gezeigt.

Ich bin Amateurfotograf, von Beruf Architekt und Denkmalpfleger, 51 Jahre alt und wohnhaft in München und Ebersberg.

Christoph Straßer
Februar 2012